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Rudno nad Hronom

Partnerschaftsbeziehung

Seit dem 28.03.2003 hat die Gemeinde Langeneichstädt mit der Gemeinde Rudno nad Hronom (Slowakei) eine partnerschaftliche Beziehung aufgenommen.
Diese Beziehungen sind durch die  Initiative von Herrn Emil Luky, der aus der Slowakei, Gemeinde Rudno nad Hronom stammende und seit September 1972 jetziger Bürger von Langeneichstädt, dem Bürgermeister Herrn Lutz Kloss und Herrn Klaus Vosswinkel entstanden.
Beide Gemeinden erklären sich bereit dauerhafte Bande zu knüpfen, den Austausch der Bürger auf allen Gebieten zu fördern, die europäische Brüderschaft zu entwickeln auf dem Weg zu einem vereinten Europa.
Hier die Vorstellung unserer Partnerstadt Rudno nad Hronom aus der Slowakei.

Blick auf die Ortschaft Rudno nad Hronom eingebettet in die umgebende Landschaft

 

 

 


 

 

 

 


 

Historie und Gegenwart

Über die Gründung des Ortes sowie die Entstehung wissen wir nichts konkretes.
Im Jahre 1947 feierte die Gemeinde ihr 800- jähriges bestehen. Als Grundlage dieser Feier war ein veröffentlichter Bericht in der Tekovskej Gan (Bars vamegie monografia Budapest) wo sich auf Seite 19 folgendes befand:
„Tekovskej Rudno/ Barsrudno“ kleine Ortschaft, die sich im Tal Hronom mit Römisch- Katholischen Einwohnern befindet. Die Spur dieses Ortes ist schon im Jahr 1147 zu finden, wo sich ein Teil Römisch- Katholischer Kreuzkämpfer einsiedelten. Im Jahr 1283 ist Rudno mit fünf weiteren Orten im Besitz von Jacoveho, Sohn des Michael, Besitzer der Gan Zvolen.
Die brutalsten Zeiten erlebte Rudno während der Türkischen Überfälle, es war oft ausgeplündert und ausgebrannt. Laut Schriftstücken verschleppten Türken während der Gefangenschaft zwei Bürger und später drei Kinder. Während des Hussitenkrieges war die Ortschaft ebenfalls ausgeplündert. Laut schriftlichen Unterlagen aus dem Jahre 1559 unter Einfluss eines Pastors Namens Vamos begann sich bei den Bürgern Rudnos der Hussismus - Glauben  durch zusetzen. Genannte Geistige führten Gottesdienste nach Hussiten Art, heirateten und gründeten Familien.
Im Jahr 1561 wurde ein Römisch - Katholischer Pastor eingesetzt, welcher das Volk zum Katholischen Glauben zurückführte.

Bergbau

Geschätzt nach Ortsnamen ( Ravanda, Ruana) und nach hinterbliebenen Andenken waren erste Einwohner Bergmänner. Als Zeugen dieser Zeit sind bis jetzt erhaltene Schächte. Der Untergang des Bergbaus war in den Jahren 1870- 1871, da es Missverständnisse zwischen den Besitzen gab. Herausgebrachtes Erz wurde mit Hilfe von Wasserräder angetriebenen Mühlen gemahlen.
Als Wasserreserven dienten zwei Teiche, die im oberen Teil des Ortes ausgebaut wurden. Der untere Teich riss und verursachte gewaltige Schäden im Ort.

 

Glaserei

das Gebäude der Glaserei in Rudno nad Hronom

Nach dem Bergbau standen auch die Wasserräder still, diese kaufte Herr Prokopec ab und errichtete eine Glashütte. Ein Glaswerk das im mittleren Teil des Ortes auf der rechten Straßenseite entstand. Etwa einen halben Kilometer entfernt wurde ein Elektrokraftwerk erbaut, welches den Strom für die Beleuchtung der Straßen, sowie den Strom für die Glashüttenhallen lieferte. Im Glaswerk wurden Kristallgläser, geschliffene Gläser, geklebte Gläser, Gläser für die Gastronomie, Lampenschirme, Gläser für Fett, Glasglocken zum Schutz sowie Medizingläser hergestellt. Die größte Tragödie war der Tod von Vinzenta Ruzicku (42 Jahre).
Ohne seine fachliche Führung musste die Herstellung 1922 eingestellt werden. Ein paar Jahre später wurden die Gebäude des Werkes eingerissen. Das Lagergebäude auf der linken Seite wurde als Kulturhaus umgebaut. Später haben dort Frauen die Gelegenheit gefunden als Weberinnen zu arbeiten. Im Haus wurden Maschinen zum herstellen von Textilien erbaut. Besitzer waren die Gebrüder Tauchmann. Die nächsten Jahre arbeitete dort Rudnotex, später dienten die Räume als Lager für Haushaltswaren. Zur Zeit produziert dort ein Betrieb für Raumausstattung und stellt z. B. künstliche Weihnachtsbäume her.

 

Bürgerteilnahme im Kampf gegen den Faschismus

Illegale Aktivitäten begannen, intensive Arbeit im Sommer 1943 durch den Mitarbeiter des slowakischen Nationalrates Karol Dolinsky. Sehr intensive illegale Mitarbeiter waren Jan Krsiak - Bukovan und Jan Skarba. Erste Nachricht über Partisanen kam vor Ostern. Der Zeitraum zwischen dem slowakischen Nationalaufstand verlief ruhig, außer ein paar Überflügen der amerikanischen Flugzeuge. Der slowakische Nationalaufstand ist am 28. August aufgerufen wurden. Am 30. August hat das Revolutionskomitee die Leitung in Rudno übernommen. Die Bürger der Gemeinde stimmten dem Aufstand zu und unterstützen diesen dann.
Die Nacht vom 04. zu 05. März war friedlich. Das Dorf hatte keine Soldaten, jedoch waren auf den umgehenden Bergen noch deutsche Wachen, aber diese verschwanden im nächtlichen Nebel.
Es war der 05. März 1945, bei winterlichem Wetter, etwa halb zehn hörte der Schnee auf zu fallen und die grauen Wolken rissen auf  und die Sonne kam plötzlich durch, um die Befreier zu begrüßen.



Schulen

Im Ort gab es zwei Schulen, zum ersten eine Römisch- Katholische Schule, eingerichtet im Jahr 1804 und eine Gemeindeschule, erbaut in den Jahren 1913- 1914. Als Lehrer ist der Bürger Michal Walko gewählt wurden. Die Schule war auf einem zwei klassigen System aufgebaut wurden. Im Jahr 1977 wurde die 4. Klasse wegen sinkender Schülerzahl in den Nachbarort Brehy verschoben. Die 1. – 3. Klassen blieben in Rudno. Durch Anweisung der Kreisbehörde wurde die Schule 1979 geschlossen, die Kinder besuchen seitdem die Schule im Nachbarort Brehy.

 

Kirchen und kirchliche Denkmäler

Foto der Kirche in Rudno nad Hrono

Die Kirchen sind viel älter als die Kirchenbehörde gedacht hatte. Im Pazmany Register ist nichts vorgemerkt, aber ein Visitautor fand heraus, dass es 1559 einen Pastor in der Gemeinde gab. In Reformationszeiten wirkte hier Tomas Doroticius. Am Ende des 17. Jahrhunderts schließt sie sich mit der Zarnovico als Filiale zusammen. Die Kirche wurde als heilige Imrich eingeweiht und steht auf der Erhöhung über dem Fluss Hron. Sie hat die Form aus der Empirezeit, einen länglichen Gottesdienstraum oben mit runden Decken und der Siegbogen ist ellipsenförmig. Der 1887 erbaute Turm wurde im Neugotikstil erbaut. Bei dem erbau der jetzigen Kirche, fand man unter dem Fundament ein Schriftstück, dass bewies, dass hier schon eine Kirche stand, diese wurde von den Türken niedergebrannt und mit Erde bedeckt. Durch gesammeltes Geld aus der Umgebung wurde die heutige Kirche erbaut. Weiter befindet sich im oberen Teil des Dorfes die Bergmannskapelle. In den Jahren 1899- 1900 wurde die Kapelle der Jungfrau Maria erbaut.

 

Kultur

Die Kultur in unserem Ort hat alte und tiefe Wurzeln. Es ist schade, dass wir diese Traditionen nicht fortsetzen. Im Jahr 1933 ist der Weiterbildungszirkel Drastvica gegründet wurden, der sich um das kulturelle Leben im Ort kümmerte. Es gab laut alter Unterlagen im Jahr drei bis mehrerer Theatervorführungen. Letzte Vorstellungen in den 60. und 70. Jahren. Es gab eine Musikkapelle, der Familie Luky, unter der Leitung von Wiliam Luky. Im Jahre 1979 wurde ein Sängerchor gegründet, dessen Gründer und Dirigent V. Luky war. Die einzigste Tradition, die in unseren Dorf intensiv gefeiert wird, ist der Fasching bei dem es eine Dorfrundfahrt gibt, die in der ganzen Gegend bekannt ist. Am Ende gibt es unseren feierlichen Tanz ( Pochovavanie basi) .



Touristik und Sport

Rudno liegt am Rande des malerischen Gebirges Stiavnicke vrchy. Er ist Ausgangspunkt für mehrer touristische Wege. Durch gekennzeichnete Wege erreicht man über Waldwege die Seen Stiavnicke jazera.

Im Bereich Sport ist der erfolgreichste Teil Sportschiessen. Rudno besitzt eine Schützeneinrichtung, die in der Umgebung bekannt ist. Die Möglichkeit, zum Fischen und Wassersport gibt der Fluss Hron der durch den Ort fließt.

 Rudno nad Hronom ist im Internet unter der Homepage erreichbar:

                                   www.rudnonadhronom.sk

Zusätzliche Informationen